Musikverein Freudenberg
allein der Name klingt schon musikalisch!

Der Ursprung des Vereins reicht zurück bis in die Nachkriegszeit. Hier vereinigten sich einige örtliche Musikanten zur musikalischen Begleitung der verschiedenen, kirchlichen und weltlichen Feste in Wutschdorf, Freudenberg und Umgebung, die sich später als Hammerbachtaler Blaskapelle einen Namen machte und auch heute noch unter den Namen d`Hammerbachtaler Blous`n als Festkapelle gerne gebucht wird.

Allen voran darf man sich an Josef Luber erinnern, der damals versuchte, für die Musikkapelle den nötigen Nachwuchs auszubilden. Mit Franz Luber und anderen Musikern und Förderern versuchte man dann einen völligen Neubeginn mit dem Aufbau eines Jugendblasorchesters und konnte hierfür auch den unvergessenen Hans Sikorski als Ausbildungsleiter gewinnen, der bereits in Wackersdorf und Vilseck sehr erfolgreich tätig war.

Im Frühjahr 1976 begannen gleich 50(!) Kinder mit der theoretischen und praktischen Ausbildung an der Melodika. Dies war die Grundlage für den Aufbau des Orchesters.

Um dann auch die organisatorischen Aufgaben bewältigen zu können, trugen sich am 30. November 1976 zur Gründungsversammlung des Musikvereins Freudenberg 43 Mitglieder ein und wählten den damaligen Bürgermeister Martin Schwarz zum 1. Vorsitzenden des Vereins und Franz Luber zu dessen Stellvertreter. Franz Luber übernahm auch die Stelle als Dirigent des Jugendorchesters, welches schon kurz darauf zur Weihnachtsfeier 1977 erstmals auftreten konnte. Eine Nachwuchsgruppe mit über 40 Kindern probte ab März 1979 regelmäßig unter der Leitung von Hans Sikorski und Franz Luber.

Um bei den öffentlichen Auftritten auch entsprechend repräsentieren zu können, schaffte der Verein auf Betreiben und nach den Entwürfen des damaligen Bezirksheimatpflegers Dr. Eichenseer die Oberpfälzer Trachten für die Musikanten an. Gleichzeitig erfolgte der Beitritt in den Nordbayerischen Musikbund.

Beim ersten Wertungsspiel in der Unterstufe erreichte das Jugendorchester gleich einen 1. Platz mit Belobigung. Durch seinen unermüdlichen Einsatz für den Musikverein bis 1987 wird Hans Sikorski hier unvergesslich bleiben, der nach zehn Jahren seiner schweren Krankheit erlag und sich außergewöhnliche Verdienste um den Verein erworben hat. Ihm folgte, bis zu seinem beruflich bedingten Ausscheiden 1992, Georg Amtmann als musikalischer Leiter nach und wurde von Gerhard Zinnbauer abgelöst, der das Orchester bis 2016 mit großem Einsatz und Erfolg leitet. Zum Dank und als Wertschätzung dieser Leistungen wurde Gerhard Zinnbauer 2010 mit der Verdienstmedaille der Gemeinde Freudenberg ausgezeichnet und 2017 zum Ehrendirigenten des Musikvereins ernannt. 2017 wurde die musikalische Leitung an Josef Zweck übergeben, der auch seit 2018 die Nachwuchsformationen des Vereins mit großem Erfolg leitet.  

Organisatorisch wurde der Verein von Martin Schwarz als 1. Vorsitzender 17 Jahre lang bis 1993 erfolgreich geführt. Ihm folgten Norbert Probst, sowohl als 1. Vorsitzender des Vereins als auch als 1. Bürgermeister der Gemeinde Freudenberg. Ferner war Norbert Probst lange Jahre auch als Geschäftsführer im Nordbayerischen Musikbund tätig und führte hier in Freudenberg die Geschäftsstelle. Im Jahr 2007 übernahm Helmut Stobitzer die Vereinsführung, der sich bis dahin als Stellvertreter und langjähriger Nachwuchsbetreuer einbringen konnte. Im Jahr 2017 übernahm nach zwei Jahren als Stellvertreter dann mit Patrick Heller ein aktives Orchestermitglied die Vereinsführung.

Wie in jedem Musikverein ist die vordergründige Aufgabe die erfolgreiche Ausbildung von jungen Nachwuchsmusikern zur laufenden Ergänzung des Orchesters, um die ausscheidenden Musikanten wieder ersetzen zu können. Für diese sehr verantwortungsvolle Tätigkeit stehen eine ganze Reihe von qualifizierten Ausbildern zur Verfügung. Stellvertretend sei hier Barbara Gerl genannt, die sich seit vielen Jahren in der Ausbildung der jungen Musikern engagiert und mit großer Umsicht und Leidenschaft Kinder an die Blasmusik heranführt, viele Jahre lang als Leiterin des Nachwuchsorchesters, aktuell mit der Führung der Melodikagruppen. Die gesamte Ausbildungsleitung obliegt dem Dirigenten, der auch jährliche Nachwuchswerbungen organisiert.

Inzwischen haben unzählige junge Mitglieder das Musiker-Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold erworben, wodurch die Qualität des Orchesters sehr erfolgreich hoch gehalten werden konnte. In den verschiedenen Wettbewerben bei Wertungsspielen stellte sich das bis zum 1. Rang mit Belobigung und Auszeichnung in der Oberstufe dar. Eine besondere Auszeichnung erfuhr das Orchester mit der Überreichung des Musikförderpreises des Bezirks Oberpfalz im Jahre 1996. Dies bezeichnet auch die hervorragende Arbeit des Dirigenten Gerhard Zinnbauer.

Nachdem der Musikverein zunächst kein eigenes Domizil aufweisen konnte, wobei dankenswerter Weise die Orchesterproben in der Aula und der Einzelunterricht in verschiedenen Räumen der Volksschule in Wutschdorf erfolgen können, war es möglich, die bei den Umbaumaßnahmen des Klinikums Amberg freigewordene Behelfskapelle in Holzfertigbauweise günstig zu erwerben. Dank viel persönlichen Einsatzes der Mitglieder dient sie nunmehr als Vereinsheim und in erster Linie als Lagerstätte für viele sperrige Utensilien des Vereins.

Für das traditionelle Frühjahrskonzert des Musikvereins -immer am Samstag vor Muttertag- steht dem Orchester die große  Schulturnhalle in Wutschdorf zur Verfügung. Das Konzert ist ein Geheimtipp für alle Blasmusik Liebhaber. Das Repertoire des Orchesters reicht von traditioneller Blas- und Marschmusik, bekannten Evergreens, Stücke aus dem Bereich Film und Musical bis hin zu aktuellen Hits, so dass immer ein sehr ansprechendes und abwechslungsreiches Programm geboten wird. Auch die Nachwuchsformationen zeigen an diesem Termin ihr musikalisches Können.